Businessplan schreiben - Was ist ein Businessplan
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Andreas Schweyer

Betriebswirtschaft, Marketing, Finanzwesen

Was ist ein Businessplan?

Übersicht

Ein Businessplan ist das schriftlich dokumentierte Ergebnis, einer strukturierten, fundierten, und holistischen betriebswirtschaftlichen Analyse und darauf aufbauendem Konzept zur Zielerreichung, für eine unternehmerische Initiative.

Er fasst die zugrundeliegende Initiative (Idee & Zielsetzung), die wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen, die Finanzplanung und andere relevante Aspekte des Projekts, strukturiert zusammen.

Businessplan Inhalte

Ein Businessplan besteht aus zwei Teilen: dem qualitativen und dem quantitativen Teil.

Qualitativer Teil

Im qualitativen Teil werden verschiedene Module behandelt, die eine umfassende Beschreibung des Unternehmens und seines Umfelds ermöglichen.

  1. Executive Summary: Prägnante Zusammenfassung des gesamten Businessplans, welche die wichtigsten Punkte hervorhebt.
  2. Geschäftsidee: Hier wird die Geschäftsidee, der Geschäftszweck, das Nutzerproblem und der Kundennutzen beschrieben. Weiterhin gehen Sie in diesem Teil auf die Positionierung und die Differenzierungsmerkmale ein.
  3. Unternehmen und Organisation: In diesem Abschnitt wird das Managementteams vorgestellt, die Organisationsstruktur inklusive aller Funktionalbereiche aufgezeigt und das Mission-Statement, welches die Unternehmensvision, Unternehmensmission und Unternehmenswerte enthält, kommuniziert.
  4. Geschäftsmodel: Hier wird das Leistungsportfolio, die Wertschöpfung und die Monetarisierung beschrieben. In diesem Teil können Sie bei Bedarf auch auf rechtliche Aspekte, Patente und Schutzrechte eingehen.
  5. Analyse: Die Analyse sorgt dafür, ein tiefgehendes Verständnis der internen (Unternehmen) und externen (Markt) Faktoren zu erlangen. Sie enthält eine gründliche Untersuchung des Zielmarkts, einschliesslich der Zielgruppen, des Wettbewerbs und der Markttrends und bewertet Chancen und Risiken im Marktumfeld sowie die internen Stärken und Schwächen des Unternehmens im Vergleich zum Wettbewerb.
  6. Ziele und Strategie: Bei der Zielsetzung erfolgt die quantitative Festlegung von angestrebten Ergebnissen. Die Strategie legt fest, wie diese erreicht werden sollen. Die Strategien umfassen die Martfeld-, Wettbewerbs-, Marketing- und weitere relevante Funktionalstrategien.

Quantitativer Teil

Der quantitative Teil wird als Finanzplan bezeichnet und befasst sich mit den finanziellen Aspekten des Unternehmens. Er bietet eine Prognose der finanziellen Leistungsfähigkeit. Hier sind die wichtigsten Module:

  1. Umsatzplanung: Eine Schätzung der erwarteten Umsätze auf monatlicher oder jährlicher Basis, basierend auf den Verkaufsprognosen und den geplanten Preisstrukturen.
  2. Materialplanung: Eine Aufstellung der benötigten Materialien und deren Kosten für die Produktion oder den Betrieb des Unternehmens.
  3. Personalplanung: Eine Planung der erforderlichen Mitarbeiterzahl und der damit verbundenen Kosten, einschliesslich Gehälter, Sozialleistungen und Schulungsmassnahmen.
  4. Betriebskostenplanung: Eine Aufstellung der geschätzten laufenden Kosten des Unternehmens, wie Miete, Energiekosten, Versicherungen und Büromaterial.
  5. Investitionsplanung: Auflistung der geplanten Investitionen in Anlagen, Ausrüstung oder immaterielle Güter sowie deren erwartete Kosten und geplanter Anschaffungszeitpunkt.
  6. Planbilanz: Hier werden materielle und Immaterielle Güter und Vermögenswerte des Unternehmens bilanziert.
  7. Planerfolgsrechnung: Eine Prognose der zukünftigen Einnahmen und Ausgaben des Unternehmens, um den erwarteten Gewinn oder Verlust und die Steuerlast zu ermitteln.
  8. Liquiditätsplanung: Die Liquiditätsplanung analysiert die erwarteten Ein- und Auszahlungen aus der operativen Tätigkeit sowie Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse aus Finanzierungs- und Investitionstätigkeiten auf Monatsbasis. Daraus ergibt sich der Cashflow und der Liquiditätsgrad des Unternehmens.

Wann sollte ein Businessplan erstellt werden?

Der Businessplan ein wertvolles Instrument, um unternehmerische Erfolgsaussichten zu überprüfen, Risiken zu minimieren und wichtige Entscheidungen zu treffen. Es wird empfohlen, den Businessplan regelmässig zu aktualisieren und anzupassen, um auf Veränderungen im Markt und im Unternehmen zu reagieren.

  1. Erhöhung der Profitabilität: Die Erhöhung der Profitabilität und Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit ist entscheidend für den nachhaltigen Erfolg einer Unternehmung.  Sowohl junge als auch etablierte Unternehmen können durch die Erstellung eines Businessplans signifikante Profitabilitätspotenziale heben und damit bestehende Arbeitsplätze sichern und den Unternehmenswert erhöhen.
  2. Gründung eines Unternehmens: Ein Start-up-Businessplan überzeugt potenzielle Investoren und Banken von der Geschäftsidee und dem Geschäftsmodell. Er gibt dem Gründerteam die Sicherheit, alle relevanten Aspekte berücksichtigt zu haben.
  3. Bei Skalierungs- und Wachstumsplänen: Ein Wachstums-Businessplan definiert klare Ziele, unterstützt bei der Ressourcenplanung und bietet eine strukturierte Planung der Aktivitäten zur Zielerreichung. Zudem hilft er beim Risikomanagement und visualisiert das Marktumfeld sowie die strategischen Potenziale.
  4. Beschaffung von Fremdkapital: Aufgrund verschärfter Basel III Rating-Vorschriften und der gestiegenen Risiken orientieren sich Kreditinstitute und bankenunabhängige Finanzierer neben empirischen Geschäftsdaten vermehrt auch an den zukünftigen Erfolgsaussichten eines Unternehmens die im Businessplan strukturiert dargestellt werden.
  5. Suche nach Investoren und Venture Capital: Ein fundierter und gut strukturierter Businessplan informiert potenzielle Investoren umfassend über das unternehmerische Vorhaben, die damit verbundenen Risiken und Chancen, das Markt- und Wettbewerbsumfeld sowie die strategischen Ansätze und dient damit als Entscheidungsgrundlage für eine Beteiligung.
  6. Anmietung von Immobilien oder Geschäftsräumen: Vermieter verlangen in der Regel einen Businessplan um die Liquidität und Zukunftsfähigkeit des Unternehmens sowie die Auswirkungen auf das Mietobjekt besser einschätzen zu können.
  7. Kauf und Verkauf von Unternehmen: Ein sauber ausgearbeiteter Businessplan bildet die wesentliche Entscheidungsgrundlage bei Nachfolgeregelungen, Management-Buy-Outs, Ausgliederungen von Geschäftsbereichen und Spin-offs.
  8. Strategische Planung: Der Businessplan dient als Planungs- und Kontrollinstrument, aus dem Bereichsziele und Strategien abgeleitet werden.
  9. Bewertung von unternehmerischen Initiativen und Projekten: Ein Businessplan schafft Transparenz und dient zur Bewertung von Neuproduktentwicklungen, Kostensenkungsprojekten und anderen unternehmerischen Vorhaben.

Darum sollten Sie einen Businessplan erstellen

Der Businessplan hilft dabei, die Ziele und die strategische Ausrichtung eines Unternehmens klar zu definieren. Er legt den Fokus fest und bietet eine klare Richtung für die gesamte Organisation. Weiterhin ermöglicht er eine effektive Planung und Allokation von Ressourcen wie Finanzen, Personal und Zeit.

Durch die Analyse von Chancen und Risiken im Businessplan können potenzielle Hindernisse und Herausforderungen frühzeitig erkannt und entsprechende Massnahmen ergriffen werden, um diese zu bewältigen oder zu mindern.

Ein Businessplan wird damit zum wichtigsten Instrument für Unternehmen bei Wachstums- und Skalierungsplänen, indem er mögliche Potenziale identifiziert und eine strukturierte Umsetzungsplanung zur Zielerreichung liefert.

Als Referenzpunkt ist er unerlässlich, um den Fortschritt des Unternehmens zu überprüfen. Als fundierte Entscheidungsgrundlage ermöglicht er die effiziente Steuerung von Massnahmen.

Nicht zuletzt ist der Businessplan für die Kapitalbeschaffung notwendig indem er sowohl internen als auch externen Kapitalgebern die Tragfähigkeit und das Potenzial des Unternehmens, des Projekts oder des Geschäftsmodells aufzeigt.

Wie erstellt man einen Businessplan?

Für die Erstellung eines Businessplans gibt es mehrere Möglichkeiten. Die Erstellung des qualitativen Teils gelingt am einfachsten mit einer gut strukturierten Vorlage, die anhand von Beispielen erklärt, wie die einzelnen Kapitel auszufüllen sind.

Der quantitative Teil kann sehr gut mit einem Tabellenkalkulationstool erstellt werden. Auch hier ist die Nutzung einer Vorlage sinnvoll. Die Vorlage sollte nicht zu komplex gestaltet sein und Freiheiten zur Individualisierung bieten.

Von Businessplan Tools ist grundsätzlich abzuraten, da diese nicht die notwendige Flexibilität zur individuellen Gestaltung bieten.

Wie viele Seiten sollte der Businessplan haben?

Der Umfang des Businessplans ist abhängig vom Vorhaben.

Seitenanzahl Businessplan für die Unternehmensgründung

Ein Businessplan für die Unternehmensgründung in einer bekannten Branche sollte im Umfang von ca. 30 Seiten dargestellt werden.

Seitenanzahl Businessplan für ein Startup

Für die Gründung eines Unternehmens welches sich mit einem neuen, noch unbekannten Produkt oder Geschäftsmodell auseinandersetzt ist ein grösserer Umfang notwendig, da hier eine detaillierte Beschreibung des Geschäftsmodells notwendig ist. Der Umfang sollte je nach Komplexität bei 40 – 60 Seiten liegen.

Seitenanzahl Businessplan für Skalierung und Wachstum

Unternehmen, die bereits im Geschäft sind und Expandieren wollen verfügen über eine Vielzahl von Marktinformationen. Bei diesen Businessplänen ist eine besonders umfangreiche strategische Analyse notwendig die sich auch in der Seitenzahl des Businessplans niederschlägt. Ein angemessener Umfang beträgt hier je nach Branche zwischen 30 und 60 Seiten.

Seitenanzahl Businessplan für die Suche nach einem Mietobjekt

Hier reicht in der Regel die Kurzfassung eines Businessplans bei, welcher auf die Marktanalyse und die strategische Analyse verzichtet werden kann. Der quantitative Teil kann sich hier auf die Planerfolgsrechnung beschränken. Der Umfang sollte im Bereich von 10 – 20 Seiten liegen.

Seitenanzahl Businessplan für die Beschaffung von Fremdkapital, Investorenakquise, strategische Planung und Bewertung von Initiativen.

Bestehenden Unternehmen die bereits 2 oder mehr Jahre im Geschäft sind sollten hier einen detaillierten Businessplan vorlegen, dessen Umfang sich an der Anzahl der Geschäftsfelder bzw. an den unternehmerischen Aktivitäten orientiert. Ein ausführlicher Businessplan, sollte hier je nach Branche und Unternehmensgrösse einen Umfang von 40 bis 100 Seiten haben.

Wer erstellt einen Businessplan?

Gründer und Unternehmer können Ihren Businessplan selbst erstellen. Für die professionelle Erstellung gibt es auf Businesspläne spezialisierte Unternehmensberatungen wie z.B. dein-business-plan.ch

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Bei grösseren Änderungswünschen besprechen wir diese mit dir und erstellen nun die finale Version deines Businessplans.

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